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Unterrichtsforschung
Veranstaltungspaket Klassenmusizieren
Symposion: Klassenmusizieren als Musikunterricht?
– theoretische Dimensionen unterrichtlicher Praxen
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„Klassenmusizieren“ – ein Gedanke setzt sich durch, ist auf einer der zahlreichen Internetseiten zum Stichwort zu lesen; auf einer anderen findet sich, dass „Musik machen“ „in“ sei und „Klassenmusizieren“ das Schlagwort, das die musikdidaktische Diskussion seit geraumer Zeit präge. Hochkonjunktur wird in Bezug auf das Klassenmusizieren konstatiert. Tatsächlich ist unübersehbar, dass an immer mehr allgemeinbildenden Schulen Musikunterricht (in unterschiedlichen Formen) als Klassenmusizieren verwirklicht wird, dass Schulmusikstudiengänge umgestaltet und mit Angeboten für die Anleitung des Klassenmusizierens versehen werden. Auf der Ebene musikpädagogischer Reflexion und Theoriebildung stellt sich die Frage, ob es musikalisch und pädagogisch verantwortbar ist, so zu verfahren und den Musikunterricht an allgemeinbildenden Schulen in der Form des Klassenmusizierens durchzuführen. Es ist zu fragen, welches die Leitvorstellungen und Begründungen sind, die für klassenmusikalische Aktivitäten angeführt werden und wie sie sich von denen unterscheiden, die sonst für den Musikunterricht gegeben werden. Kann Betätigungsfreude, kann das Ideal gemeinschaftlich musizierender Kinder angeführt werden, ohne dass die Kritik des Musikanten oder die (ebenfalls von Adorno stammende) Auffassung von Musizieren bedacht wird, das als vorgeistige Aktivität, als falsche Befriedigung charakterisiert und dem Glück musikalischer Erfahrung bedeutender Werke gegenübergestellt wurde? – Müsste nicht das Problem des musikalischen Dilettantismus reflektiert werden, z. B. aus dem Lager musikbezogener Lehrerbildung, in dem auf künstlerische Schwerpunktbildung großer Wert gelegt wird? - Reicht die Skepsis gegenüber (z. B. einseitig verstehensorientiert oder grammatikalistisch ausgerichteten) Konzepten von (Musik-)Didaktik oder von Schule als Begründung? – Und wie steht es mit den im Kontext des Klassenmusizierens kommunizierten Annahmen, dass derartige unterrichtliche Strategien günstige Auswirkungen auf die Entwicklung von musikalischem Wissen, von Intelligenz und Persönlichkeit hätten? Einige der als Fragen angesprochenen Überlegungen sind inzwischen kritischen Perspektivierungen ausgesetzt worden, andere wurden länger nicht erwogen oder weitergedacht. Um einen Kontext in den Überlegungen zu den Entwicklungen musik-unterrichtlicher Praxen herstellen zu können, die unter dem Begriff „Klassenmusizieren“ zusammengefasst werden, scheint es geboten, sich vorhandener Positionierungen zu vergewissern, sie aufeinander zu beziehen oder zu ergänzen. Darüber hinaus wird bei der Herstellung eines solchen Kontexts eine Dimensionierung im Blick auf Theorien musikalischer Bildung vermutlich unumgänglich sein. Das Symposion „Klassenmusizieren als Musikunterricht?“ sollte dazu einen Anlass und ein Forum bieten. Der – für eine interessierte Fachöffentlichkeit zugängliche Gedankenaustausch – hat am Donnerstag, den 23. Juni 2005 zwischen 10 und 19 Uhr in der Hochschule für Musik und Theater München stattgefunden. |
Öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema
Klassenmusizieren (mit Blasinstrumenten) als Musikunterricht?
(in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Blasmusikverband)
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Diese Veranstaltung hat am Samstag, 25. Juni 2005, um 11 Uhr auf der Konzertarena der Bundesgartenschau in München stattgefunden. Gesprächsleitung: Theo Geißler (nmz/BR) Weitere Informationen: Bericht über die Veranstaltung aus der „Neuen Musikzeitung“, Ausgabe Juli/August 2005, Seite 13 |