Tagung Leistung im Musikunterricht 2009

Bericht zur Tagung „Leistung im Musikunterricht II“ vom 19.-21. März 2009 in München

Im Anschluss an das Symposion „Leistung im Musikunterricht“ im Juni 2008 in München fand dort im März 2009 an der Hochschule für Musik und Theater eine Folgetagung statt. Anlass war der Wunsch, die Lehrerfortbildung um eine Gelegenheit zum wissenschaftlichen Austausch zu ergänzen. Dazu trafen sich zehn Musikpädagogen aus dem deutschsprachigen Raum: Dr. Heinz Geuen (Köln), Dr. Andreas Lehmann-Wermser (Bremen), Dr. Brigitte Lion (Wien), Dr. Franz Niermann (Wien), Dr. Anne Niessen (Köln), Dr. Stefan Orgass (Essen), Dr. Christian Rolle (Saarbrücken), Dr. Christine Stöger (Köln), Dr. Christopher Wallbaum (Leipzig). Eingeladen dazu hatte erneut das MILU (Musikpädagogische Institut für Lehrerfortbildung und Unterrichtsforschung; Ltg.: H.-U. Schäfer-Lembeck). Geplant war eine Diskussion der Beiträge des aus der Lehrerfortbildung hervorgehenden Tagungsbandes „Leistung im Musikunterricht – Beiträge der Münchner Tagung 2008“, herausgegeben von Hans-Ulrich Schäfer-Lembeck (Allitera Verlag). Tatsächlich kamen weniger diese einzelnen Beiträge zur Sprache als verschiedene Aspekte, die die Musikpädagogen zum Themenkomplex „Leistung“ darüber hinaus interessierten. In einem anfänglichen Brainstorming kristallisierten sich drei Punkte heraus, welche zunächst in Kleingruppen erörtert wurden: „Individuelle vs. standardisierte Leistungen“, „Prüfungsaufgaben vs. Lernaufgaben“  sowie „Ziele und Aufgaben des Musikunterrichts“. Aus einer Diskussion der Ergebnisse im Plenum ging die Frage nach einem Kerncurriculum hervor. Dabei wurde das Bild einer Kirsche ins Spiel gebracht, die in Kombination aus Kern und Fruchtfleisch den Musikunterricht versinnbildlichen sollte. Für die Bestimmung und das Verhältnis der beiden Komponenten ergaben sich verschiedene Perspektivierungen, die Inhalte, Umgangsformen und Prinzipien des Musikunterrichts in unterschiedlicher Weise verorteten. Desweiteren fokussierte man Zweckmäßigkeit und Gestaltung eines Zentralabiturs sowie generell alternative Formen der Leistungsmessung. Dabei sorgte der in diesen Zusammenhängen je unterschiedliche Erfahrungshorizont der Tagungsteilnehmer für einen besonders regen Austausch.

In einem abschließenden Rückblick auf die allseits als gelungen empfundene Tagung wurde der Wunsch laut, weiterführende Gespräche zu den angesprochenen Themen auch in Zukunft möglich zu machen.
(Verena Wied, Verena Weidner)

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