milu-sequenz

Begriff und Praxis
Eine musiktheoretische Fortbildung für den Musikunterricht


Prof. Ulrich Kaiser
Prof. Stefan Rohringer
Prof. Dr. Hans-Ulrich Schäfer-Lembeck
Prof. Dr. Christoph Wünsch


Konzept  

Mit „Begriff und Praxis“ wird eine musiktheoretische Fortbildung für den Musikunterricht vorgestellt, die organisatorisch wie inhaltlich einem völlig neuartigen Konzept verpflichtet ist. Dieses zielt auf eine Differenzierung und Weiterentwicklung fachlicher Kompetenz, auf Impulse und Ideen für eine Verbesserung des Musikunterrichts und damit zusammenhängend auf eine gesteigerte Berufszufriedenheit.

Diese Fortbildung unterscheidet sich in ihrer Terminanordnung und Themenauswahl grundlegend von anderen Fortbildungsangeboten. Insbesondere zeichnet sie sich durch die erstmalige Zusammenarbeit von Lehrerinnen und Lehrern mit der Musikhochschule München aus. Zum einen entsteht dadurch die Möglichkeit, neue fachliche Erkenntnisse und Konzepte für die Berufspraxis unmittelbar zur Verfügung zu stellen, zum anderen erlaubt die mehrteilige Organisationsform, dass vorgeschlagene Anregungen in konkreter Unterrichtstätigkeit umgesetzt, erprobt und ergänzt werden können.

Dem Bereich Musiktheorie gehören zahlreiche Themen an, die ständig im Musikunterricht behandelt werden – nicht ohne dass dabei didaktische Probleme vorhanden wären oder fachliche Fragwürdigkeiten in Kauf genommen würden. Handlungsbedarf wird diesbezüglich sowohl aus musikpädagogischer wie aus musiktheoretischer Sicht reklamiert. Folglich zielt die thematische Ausrichtung der Fortbildung in ihren Inhalten auf Fragen von grundsätzlicher und zentraler Bedeutung.

Dabei wird Musik älterer Zeitabschnitte in den Blick genommen, kann anders „begriffen“, das heißt sowohl beschrieben wie konkret musikalisch handhabbar werden. Somit wird hier einem Musikunterricht zugearbeitet, der neben der Orientierung an sogenannter aktueller Musik auf eine Beschäftigung mit der Musik älterer Zeitabschnitte und Traditionen nicht verzichten will.

In diesem Zusammenhang heißt „Begriff und Praxis“ einerseits, seit langem in Studium und Beruf gängige Termini der Musiktheorie und deren Gebrauch aufzuarbeiten, diese fachlich zu differenzieren und neu nutzbar zu machen. „Begriff und Praxis“ heißt andererseits auch, dass auf der Basis anderer Begrifflichkeiten neue unterrichtspraktische Möglichkeiten entstehen. Absicht ist nicht die Errichtung selbstzweckhafter terminologischer Systeme. Vielmehr geht es darum, durch begriffliche Differenzierung für verschiedenartige Umgehensweisen mit Musik einen Beitrag zu leisten. Denn rein theoretische Reflexionen auf Seiten der Lehrerinnen und Lehrer können durchgeführt werden, ohne dass wissenschaftliche Begriffe und Überlegungen unmittelbar oder gar abbildhaft zu Unterrichtsgegenständen werden müssen. Insofern ist die Ausrichtung dieser Fortbildung ein Beitrag zur Auflösung der problematischen Handhabung, Theorie und Praxis von Musik getrennt zu denken und im Unterricht getrennt zu praktizieren.

Termine und Organisation  

Die beiden milu-sequenz-Fortbildungsreihen Begriff und Praxis I und II sind inzwischen abgeschlossen.

Dokumente Begriff und Praxis I
Dokumente Begriff und Praxis II




Stimme! – Gesang, Sprache, Unterricht
Eine Fortbildung in drei Blöcken


Dozententeam der Musikhochschule München:
Barbara Ebel
Viola de Galgóczy
Prof. Thomas Gropper
Ulrike Martin
Prof. Henriette Meyer-Ravenstein
Klaus Mohr (MILU)
Prof. Dr. Hans-Ulrich Schäfer-Lembeck (MILU)
Claudia Sendlinger
Susanne von Sicherer
Erdmuthe Spiecker
Minari Urano
u. a.

Konzept  

Mit „Stimme! – Gesang, Sprache, Unterricht“ wird eine neue Staffel der Fortbildungsreihe für den Musikunterricht durchgeführt, die für die Pflege des wertvollen und unersetzbaren Instruments ein Angebot machen möchte. Die Fortbildung richtet sich an Lehrkräfte, die bisher noch nicht teilgenommen haben. Singend und sprechend gehen Musiklehrerinnen und Musiklehrer ständig mit ihrer Stimme um, doch ist in der tagtäglichen Aufgabenfülle nicht immer die Möglichkeit oder die Gelegenheit gegeben, darauf genügend Rücksicht zu nehmen.

In der Fortbildung „Stimme!“ wird es Gesangsunterricht (im Einzelunterricht) und Sprechtraining (in der Kleingruppe) geben, aber auch Workshops zu verschiedenen stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten (z. B. Popgesang) und zu chorischer Stimmbildung sowie Gesprächskreise. Darüber hinaus soll ein Erfahrungsaustausch zum Thema „Stimme als Unterrichtsthema“ begonnen werden und diesbezüglich nach Möglichkeiten zu interessanten Stoffen, geeigneten Beispielen und Methoden gesucht werden.

Termine und Organisation  

Die Fortbildungsreihen „Stimme! – Gesang, Sprache, Unterricht I, II und III“ sind inzwischen abgeschlossen.

Dokumente Stimme II

Dokumente Stimme III

 

Streicherklasse

Dozenten:
Birgit und Peter Boch (Ahlen/Westfalen)
Andreas Helmberger
Alexander Hermann
Prof. Ulrich Kaiser
Prof. Dr. Bernd Redmann
Prof. Hauko Wessel

Prof. Dr. Hans-Ulrich Schäfer-Lembeck (MILU)
Klaus Mohr (MILU)

Obwohl das Spiel auf Streichinstrumenten an bayerischen Gymnasien eine besondere Tradition hat, hat das Modell, den Musikunterricht für die Jahrgangsstufen 5 und 6 in der besonderen Form als Streicherklasse durchzuführen, bislang in Bayern noch kaum Fuß gefasst. Dem von vielen Seiten geäußerten Interesse an einer qualifizierten Fortbildung zur „Streicherklasse“ in Bayern wird nunmehr durch die Ausschreibung einer mehrteiligen Kursfolge entsprochen.
Die dabei vorgestellte Konzeption ist als Angebot für Schülerinnen und Schüler gedacht, die nicht durch günstige elterlich-häusliche Umstände die Gelegenheit zum Instrumentalspiel und zu damit verbundenen besonderen musikalischen Erfahrungen haben. Das Erlernen des Spiels auf Streichinstrumenten, das in der Regel in der Kooperation mit einer Musikschule oder freien Instrumentallehrern durchgeführt wird,

fungiert dabei nicht als einziges Unterrichtsziel, sondern als besonders geeignetes Mittel zur Musikalisierung bzw. zur musikalischen Allgemeinbildung. Insofern enthalten die unterschiedlichen Blöcke der Kursfolge neben der Arbeit an den Streichinstrumenten verschiedene theoretische und praktisch ausgerichtete Kursteile zu den Themen Musiklernen, Hörerziehung, Arrangieren und Didaktik, aber auch zu organisatorischen Fragestellungen. Grundsätzliches Ziel ist es dabei, die Inhalte des regulären Musikunterrichts so weit wie möglich in den Streicherklassenunterricht zu integrieren. Das Fortbildungsangebot richtet sich an Lehrkräfte, die selbst ein Streichinstrument spielen und erwägen, frühestens zum Schuljahr 2009/10 an ihrer Schule eine Streicherklasse einzurichten.

Termine und Organisation  

Die Fortbildungsreihe „Streicherklasse I und II“ ist inzwischen abgeschlossen.

Dokumente Streicherklasse

Dokumente Streicherklasse II




„Musikalisch bilden in der Grundschule“

Dozenten:
Georg Alkofer
Philipp Angermeier
Insuk Lee
Prof. Henriette Meyer-Ravenstein
Gerti Scharpf
Claudia Schmidtpeter
Susanne von Sicherer
Sabine Wieland
Prof. Dr. Hans-Ulrich Schäfer-Lembeck (MILU)
u. a.

Der musikalischen Förderung aller Kinder kommt in der Grundschule große Bedeutung zu. Die meisten Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer halten deshalb eine musikalische Betätigung der ihnen anvertrauten Kinder für sinnvoll, wünschenswert und nötig – sehen sich aber oft nicht in der Lage, entsprechende Angebote im Unterricht zu machen. Ein mehrteiliges Fortbildungsangebot für Lehrkräfte mit und ohne Lehrbefähigung in Musik soll hier qualifizierte Hilfestellung geben, um bei Kindern ein ganzheitliches Umgehen und Erleben von Musik anregen und Kreativität als wichtigen Bereich des Lernens fördern zu können.
Ziel der Fortbildung ist es, Lehrerinnen und Lehrer zu ermutigen und zu befähigen, musikalische Spielformen mit der Stimme, mit Instrumenten, mit Bewegung oder Naturmaterialien in ihren Unterricht einzubringen; dabei können sich bei den Kindern nicht allein musikalische Fähigkeiten, sondern zusätzlich eine Fülle weiterer Kompetenzen (Intellekt, Wahrnehmung, Sozialverhalten) bilden. Es geht also nicht ausschließlich um ein Lernen im Bereich der Musik, sondern darüber hinaus um ein Lernen durch Musik. Damit finden solche Angebote ihren Platz nicht nur im regulären Klassenunterricht,

sondern können auch im Wahlfachbereich und ggf. im Rahmen eines Ganztagesangebots als attraktiver und pädagogisch sinnvoller Bestandteil eingesetzt werden.Zunächst steht in der Fortbildung die Stärkung des musikalisches Selbstvertrauens und entsprechender Fähigkeiten auf Seiten der Lehrkräfte im Singen, Spielen oder Bewegen im Vordergrund. In zunehmendem Maß soll dann die unterrichtliche Komponente Berücksichtigung finden, indem praxisorientierte musikalisch-pädagogische Konzepte zur Verfügung gestellt, gemeinsam entwickelt und reflektiert werden.
Vorgesehen ist darüber hinaus eine Anbindung an konkrete Unterrichtsituationen an den Schulen der Kursteilnehmer vor Ort in der Zeit zwischen den einzelnen Fortbildungsveranstaltungen: Im Zusammenwirken mit Dozenten aus der Fortbildung soll es einerseits die Möglichkeit geben, Beratungsbesuche im eigenen Unterricht abzurufen. Andererseits wird Kursteilnehmern in unterschiedlicher Weise die Gelegenheit gegeben, bei Dozenten in der Arbeit mit der Klasse zu hospitieren und anschließend gemeinsam die Unterrichtssituationen zu analysieren.

Termine und Organisation  

Die Fortbildungsreihe „Musikalisch bilden in der Grundschule I und II“ ist inzwischen abgeschlossen. Eine neue Reihe „Musikalisch bilden in der Grund- und Förderschule“ startet im Frühjahr 2012 (Näheres unter „Termine“).

Ort:
Hochschule für Musik und Theater München

Kosten:
Es wird keine Kursgebühr erhoben.
Reisekosten müssen von den Teilnehmern selbst aufgebracht werden.

 


Dokumente Grundschule

Dokumente Grundschule II